Obstbaumschule Kiefer - Züchtung

Zwetschgenzüchtung

Bei der konventionellen Züchtung werden nach den Zuchtzielen ausgewählte Partner gezielt miteinander gekreuzt. Dabei wird Pollen von der Vatersorte auf die Blüten (Narbe) der Muttersorte übertragen und diese anschließend isoliert, um eine Fremdbestäubung durch Insekten zu vermeiden.
Nach der Ernte werden die Steine den Früchten entnommen und später ausgesät bzw. über die Embryokultur zum keimen gebracht. Die ersten Blüten an den jungen Sämlingen entwickeln sich im 3. bis 6. Jahr. Nach einer Vorselektion werden den Zuchtzielen entsprechende Sämlinge auf eine Unterlage veredelt und zur regionalen Prüfung aufgepflanzt.

Mit der wichtigste Standort ist die Obstbaumschule Kiefer in der Ortenau. Dort stehen die Bäume in einem über ein Hektar großen Versuchsgarten.

Über 25 Jahre arbeitete die Universität Hohenheim eng mit der Obstbaumschule Kiefer zusammen. Die Leitung der Züchtungsarbeit hatte Dr. Walter Hartmann an der Universität Hohenheim inne. 2008 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Seine überaus erfolgreiche Züchtungsarbeit wird seither fortgeführt an der Technischen Universität München. In der Abteilung Obstbau des Wissenschaftszentrums Weihenstephan forscht Dr. Michael Neumüller an neuen scharkaresistenten Zwetschgenkreuzungen. Weiterhin betreut die Obstbaumschule Kiefer die daraus hervorgehenden neuen Versuchspflanzungen.

Die Hauptzuchtziele der  Pflaumen- und Zwetschgenzüchtung:

1. Kombination von Ertrag und Qualität
2. Ausdehnung der Reifezeit
3. Früherer Ertragseintritt
4. Resistenz – insbesondere Scharkaresistenzzüchtung

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Züchtungsarbeit

Aus der Hohenheimer Züchtungsarbeit gingen folgende Zwetschgensorten hervor:
Colora
Elena
Felsina
Freya
Haganta
Hanita
Hanka
Harbella
Haroma
Jojo
Katinka
Presenta
Tegera
Tipala

Vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan sind bereits viele Kreuzungen in unserem Versuchsgarten in der Beobachtungsphase, und es werden in den nächsten Jahren einige interessante neue Sorten erwartet.